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NABU Region Trier
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Biotoppflege - Tiergarten - Filsch - NSG Kahlenberg
 

Streuobstwiese im Tiergartental

... eine Idylle in Stadtnähe


Die Lage

Die Streuobstwiese „Tiergartental“ liegt auf der Gemarkung des Ortsteils Trier-Olewig.
Das Gelände wurde 1996 von der Stadt Trier gepachtet und umfasst eine Fläche von ca. 7000 m², von denen ca. 5000 m² als Wiese gepflegt werden.

durch Mausklick ein Foto der Wiese anzeigen
Die Lage zwischen Weingut G.F. von Nell links, der Gärtnerei Schmid- gen rechts und den Weinbergen am oberen Bildrand.

© 2006, LVermGeo Rheinland-Pfalz


Die Pflege

Die Pflege der Streuobstwiese wurde ab 1996 mit Unterstützung der unteren Landespflegebehörde und durch finanzielle Förderung der damaligen Bezirks- regierung und danach durch die SGD Nord initiiert.
Das Projekt wurde im Februar 1998 mit einer Info-Tafel der Öffentlichkeit vorgestellt. Anschließend begann die erste Pflegephase, bei der 14 Hochstammobstbäume zurückgeschnitten und 15 Hochstammobstbäume neu gepflanzt wurden. Die vor- herrschende Apfelsorte ist der Rote Trierer Weinapfel.
Unser Streuobstexperte Richard Dahlem bestimmte im September 2008 die Obstsorten der Bäume, die Früchte trugen. Das Ergebnis haben wir in ein Luftbild des Landesamts für Vermessung und Geobasisinformation eingetragen. Diese Sortenübersicht können Sie durch Klick auf den Pfeil des rechten Randsymbols einsehen.

1998 wurde die Wiese gemäht und die Stockausschläge (Schlehen, Brombeeren, Haselnusssträucher usw.) entfernt.

Beim zweiten Pflegeabschnitt im Februar 1999 wurde eine weitere Fläche entbuscht, 9 Hochstammbäume geschnitten und weitere 9 Hochstamm- obstbäume angepflanzt.
Bis heute werden jedes Jahr die Wiesen- und Stockausschlagflächen gemäht und das Schnittgut entsorgt bzw. am Wiesenrand gelagert.
Blick auf die Streuobstwiese mit Bienenkörben.

© 2008, Uli Bohner, NABU Region Trier

Die Förderung mit öffentlichen Mitteln wurde 2002 beendet. Es hat sich in den vergangenen Jahren herausgestellt, dass die Regenerationsfähigkeit der Schlehen so stark ist, dass keine übliche Streuobstwiesenmahd möglich ist. Es muss deshalb mehrmals im Jahr eine aufwändige Entbuschung erfolgen.
Neben der arbeits- intensiven Wiesenmahd bereitet die Entsorgung des Mähguts Probleme. Es haben sich mittlerweile ca. 400 m³ am Rande der Wiese ange- sammelt, für die eine praktikable Entsorgung gesucht wird, denn das Verbrennen an Ort und Stelle wurde bisher nicht genehmigt.

Ein Problem weniger

Im Februar 2008 waren wir praktisch auf einen Schlag - genauer gesagt in ca. drei Stunden - unser Problem der Schnittgut-Entsorgung los.
Nach einer längeren Suche nach Lösungen hatten wir über den Maschinenring Trier-Wittlich die Adresse der Fa. Horst Willwert aus Klüsserath erhalten, der uns zum Mulchen mit seinem Raupenmulcher riet.

Der Raupenmulcher im Anmarsch auf die Wiese.

© 2008, Uli Bohner, NABU Region Trier
Der Raupenmulcher macht sich über das Schnittgut her. Selbst alte Pfosten und dicke Äste sind für ihn kein Problem.

© 2008, Uli Bohner, NABU Region Trier

 

Nach getaner Arbeit:
Die gemulchte Fläche sieht aus, als hätten wir neben der Wiese noch einen Acker gepachtet.


© 2008, Uli Bohner, NABU Region Trier


Pflanzaktion 2008

Anfang März 2008, am sogenannten Engagementtag der Initiative TaT, haben wir ein i-Tüpfelchen auf unserer Streuobstwiese gesetzt und drei neue Hochstämme gepflanzt.

Wir hatten beim Trierer Bürgerservice gGmbH drei alte Hochstamm-Sorten bestellt:

  • Tafelbirne: Stuttgarter Gaishirtle
  • Mostbirne: Schweizer Wasserbirne
  • Süßkirsche: Büttners Rote Knorpel

Der Pflanztag war ideal: Der Boden war nicht gefroren, die Luft warm und regenfrei und die Bäumchen wurden pünktlich geliefert. Nach einem Fototermin und Interview mit zwei Vertreterinnen der ausrichtenden Initiative TaT legten wir los.

Das Stuttgarter Gaishirtle kommt auf die gemulchte Fläche.

© 2008, Corinna Albert, NABU Region Trier

Ein Loch für die Schweizer Wasserbirne.

© Corinna Albert, NABU Region Trier

Ganz unten ein Gitter gegen Wühlmäuse.

© 2008, Corinna Albert, NABU Region Trier
Der altersschwache Apfelbaum freut sich auf die junge Nachbarschaft (der Schweizer Wasserbirne).

© 2008, Corinna Albert, NABU Region Trier




Streuobstwiese bei Filsch

... beim Filscher Häuschen


Die Lage

Die Wiese bei Trier-Filsch wurde 1996 von der Ortsgemeinde gepachtet und mit Hochstammobstbäumen bepflanzt.
Sie umfasst eine Fläche von rund 1400 m². Auf ihr wurden 9 Hochstammobstbäume angepflanzt, zu denen sich durch Naturverjüngung ein Walnußbäumchen gesellt hat.

Die Lage an der Straße nach Trier-Filsch (rot, rechter Rand).
Das Filscher Häuschen liegt oberhalb der Feldwege-Gabelung.


© 2006, LVermGeo Rheinland-Pfalz


Die Pflege

Bei der Mahd bereiten nur die immer wieder aufsprießenden Brombeeren Probleme; das Schnittgut kann jedoch im nahegelegenen Wäldchen (unterer Bildrand) zum Verrotten gelagert werden.



Naturschutzgebiet Kahlenberg

... bei Trier-Sirzenich


Die Lage

Das NSG „Kahlenberg am Sievenicherhof“ wurde im September 1990 zum Naturschutzgebiet erklärt. Es liegt auf den Gemarkungen Sirzenich und Pallien bei Trier und hat eine Größe von 15,5 ha.

Die Lage an der AS Trier nördlich der A64 von Trier-Ehrang nach Luxemburg.
Der Sievenicher Hof ausserhalb der Mitte des rechten Randes.


©2006, LVermGeo Rheinland-Pfalz


Der Schutzzweck

Schutzzweck ist die Erhaltung von orchideenreichen Halbtrockenrasen und Trockenrasen mit angrenzenden Gebüschformationen und Mischwaldbereichen als Lebensräume seltener und in ihrem Bestand bedrohter Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensgemeinschaften, insbesondere Vogel- und Insektenarten.

Mannsknabenkräuter, mit linker Maustaste vergrößern Eine kleine Gruppe von Manns- knabenkräutern
(Orchis mascula).


© 2009, Uli Bohner, NABU Region Trier
Ein knospendes Großes Zweiblatt (Listera ovata), geschützt im Gebüsch.

© 2009, Uli Bohner, NABU Region Trier
 
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