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Die Obstsorten der Tiergartenwiese
... zeigen manche regionale Besonderheit
Die Sortenbestimmung
Vor der Apfelernte und -kelter im September 2008 gingen wir mit unserem Streu- obstexperten, Herrn Richard Dahlem, über
die Wiese, um alle Obstsorten der rund fünfzig alten und neu gepflanzten Bäume zu bestimmen.
Nach der „Reanimation“ der Streuobstwiese 1998 war dies zwar nicht die erste Bestimmung, jedoch fehlt die
Dokumentation der früheren Sortenbestimmungen.
Das Ergebnis der Sortenbestimmung haben wir in das nachstehende Luftbild des Landesvermessungsamtes Rheinland-Pfalz
eingetragen (zur Vergrößerung klicken Sie bitte auf das Bild). Die Position des jeweiligen Eintrags in der
Karte entspricht ungefähr dem Standort des Baumes auf der Wiese.
Anmerkung: Die mit der laufenden Nummer 03, 04 und 05 gekennzeichneten Bäume sind abgestorben, aus ökologischen Gründen
werden sie jedoch nicht entfernt.
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© LVermGeo Rheinland-Pfalz, NABU Region Trier
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Die Sortenliste
Die aufgelisteten Sorten der nachfolgenden Tabelle sind nach den Kürzeln der Obstsorten in der Karte sortiert.
Die Beschreibung ist größtenteils dem sehr empfehlenswerten Buch entnommen:
Farbatlas Alte Obstsorten,
2. stark überabeitete Auflage
Hrsg.: Walter Hartmann
Verlag Eugen Ulmer
ISBN 3-8001-4394-1
Die Kürzel sind mit einem Bild der betreffenden Sorte verlinkt.
Regionale Besonderheiten sind mit einer hochgestellten Ziffer versehen und am Ende der Tabelle erläutert.
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Sortenliste
(nach dem Sortenkürzel der Karte sortiert)
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Kürzel
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Langbezeichnung
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Aussehen
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Verwendung Geschmack
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BIR
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Birne
(Sorte unbestimmt)
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Bäume mit diesem Kürzel hatten keine Früchte.
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Büttners Rote Knorpel
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Mittelgroß (7 g), glänzend, breit-herzförmig,
fleckige Färbung.
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Süßkirsche:
Saft farblos bis gelblich.
Süß, würzig, mit ausreichender Säure.
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Erbachhofer Weinapfel
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Spitzkegelförmig, wenig abgestumpft.
Schale flächig dunkelrot, glatt, wachsig.
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Mostapfel:
Süß-säuerlich und leicht herb, ohne besondere Würze und Aroma.
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Mosel-Eisenapfel
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Sehr harte Frucht.
Grundfarbe rostrot, grün gefleckt.
Baum mit typischer, asymmetrischer Krone.
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Mostapfel:
Sehr säuerlich.
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Luxemburger Triumph
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Große (250 g), gelblich-grüne Frucht.
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Tafel-/Wirtschafts- apfel:
Süß-säuerlich, würzig wohlschmeckend.
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Porzenapfel
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Mittelgroß, teils kugelförmig abge- flacht.
Grundfarbe stroh- gelb, sonnenseitig dunkelrot gestreift.
Schale glatt, etwas wachsig.
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Mostapfel:
Fruchtfleisch weiß, herbsäuerlich und würzig.
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Auf unserer Wiese als Strauch.
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Wirtschaftsfrucht:
Nicht zum Roh- verzehr geeignet.
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Rheinischer Bohnapfel
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Mittelgroß, fass- förmig, teils kugel- förmig.
Grundfarbe gelbgrün, Deckfarbe braunrot marmoriert.
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Wirtschafts-/Most- apfel:
Fruchtfleisch gelblich weiß, sehr fest, saftig säuerlich.
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Roter Boskoop
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Früchte sind groß bis sehr groß, netzartig berostet, sonnen- seits verwaschen bis dunkelrot.
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Tafel-/Wirtschafts- apfel:
Festes Fruchtfleisch, hat eine gelblich- weiße Farbe und schmeckt erfrisch- end süßsauer.
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Roter Trierer Weinapfel
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Klein, breiteiförmig, teils kugelförmig.
Grundfarbe gelblich grün, von bräun- lichem Rot ver- waschen.
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Mostapfel:
Fruchtfleisch sehr fest, saftig, vor- wiegend säuerlich.
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Stuttgarter Geißhirtle
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Birne, kleine Frucht.
Glocken- bis perl- förmig. Gelbgrüne Grundfarbe.
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Tafel-/Wirtschaft- birne:
Grünlich-gelbes Fruchtfleisch, sehr saftig, fein säuerliche Würze.
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Schöner aus Nordhausen
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Mittelgroß, kugel- förmig abgeflacht, teils kegelförmig.
Grundfarbe hellgrün bis gelb, Sonnenseite mattrosa.
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Tafel-/Wirtschafts- apfel:
Fruchtfleisch weiß, sehr saftig, mürbe.
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STE
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Steinobst
(Sorte unbestimmt)
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Bäume mit diesem Kürzel hatten keine Früchte.
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Schweizer Wasserbirne
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Mittelgroß bis groß, kugelförmig.
Hellgrüne bis grün- gelbe Grundfarbe, auf Sonnenseite trübrot verwaschen.
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Mostbirne:
Fleisch knackig und saftreich, süßherb bis wässrig.
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Wildapfel
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War scheinbar Pfropfunterlage, aufgepfropfte Sorte abgestorben.
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Weißer Trierer Weinapfel
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Klein, kugelförmig abgeflacht.
Grundfarbe hellgrün bis gelb.
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Mostapfel:
Fruchtfleisch weiß, sauer.
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¹ Seit 1860, Raum Lux/TR und Saarland, gut für Höhenlagen
² Seit 1920, Zufallssämling aus dem Kreis Trier
³ Seit 1872, Sämling aus der Trierer Gegend
* Seit 1900, sehr ursprüngliche Mostsorte, dem Wildapfel nahestehend
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