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Schleiereulenschutz
...für die lautlosen Jäger der ländlichen Kulturlandschaft
Die mitteleuropäische Schleiereule (Tyto alba) gehört mit ihrer Länge von 33 bis 35 Zentimeter, einer
Flügelspannweite von bis zu 85 Zentimeter und einem Gewicht von bis zu 400 Gramm (Weibchen) zu den mittelgroßen
Vertretern der einheimi- schen Eulenarten.
Es ist in erster Linie der namensgebende, ausgeprägte herzförmige Gesichts- schleier, der diese Eule in unseren Breiten
so unverwechselbar macht. Daneben gelten die meist goldbraune, leicht gesprenkelte Oberseite sowie eine reinweiße bis
hellbraune Unterseite als charakteristisch.
Eine Schleuereule mit Beute
NABU Deutschland
© H. Pollin
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Der Lebensraum
Neben ihrem äußeren Erscheinungsbild, ist es auch ihr Lebensraum, der sie deutlich von den meisten anderen Eulenarten
in Mitteleuropa unterscheidet. Die Schleiereule besiedelt als strenger Kulturfolger fast ausschließlich die offene
Kulturlandschaft mit dörflichen Strukturen.
Neben verschiedenen Bauernhöfen und Privatgehöften sind es vor allem Kirch- türme, die als Standorte dienen.
Die verwendeten Nistkästen sind eigens zu diesem Zweck gebaut worden und wurden so angebracht, dass sie für etwaige
Feinde wie Katze oder Marder nicht erreichbar sind.
Unsere Arbeit
Die Arbeiten an den einzelnen Quartieren verteilen sich über das ganze Jahr und sind in die Bereiche der regelmäßigen
Quartierkontrolle und -reinigung sowie Instandhaltungsmaßnahmen zu untergliedern. Dort, wo sich die Kästen in
Privat- gebäuden befinden, kann der NABU glücklicherweise auf die tatkräftige Unterstüt- zung der Eigentümer bauen.
Aber auch bei denen als Standort dienenden Kirchen ist der NABU auf Verständnis und Unterstützung der Verantwortlichen
angewiesen. Allen Beteiligten sei an dieser Stelle für ihren Einsatz nochmals herzlich gedankt!
Der Bestand
Im Projektgebiet haben wir leider in den vergangenen Jahren einen zunehmenden Rückgang an erfolgreichen Bruten zu
verzeichnen. Dies geht so weit, dass zur Zeit nur noch ca. 30% der bereitgestellten Nistkästen regelmäßig
besetzt sind.
Die Grände hierfür sind wahrscheinlich vielschichtiger Natur. Das Verschwinden bäuerlicher Strukturen im ländlichen
Raum und - damit einhergehend - eine zu- nehmende Umnutzung der Landschaft sowie verstärkter Druck von Seiten anderer
Arten, wie z.B. Tauben oder Dohlen, tragen allesamt zu der zu beobachtenden Ent- wicklung bei.
Die Zukunft
Der NABU Trier wird sich auch in Zukunft im Schleiereulenschutz engagieren. Neben der langfristigen Sicherung des
derzeitigen Bestandes gilt es, geeignete Standorte zu finden, die als gute Ergänzung zu den Bestehenden dienen können.
Auch das bessere Verstehen von Wirkungszusammenhängen aus Umweltein- flüssen, Erhaltungsmaßnahmen und
Bestandsentwicklung sollten Ziele der Arbeit der kommenden Jahre sein.
Wir werden an dieser Stelle versuchen, eine kleine Fotoserie einzelner Quartiere sowie deren Bewohner einzurichten, die dem Leser
das Leben dieser lautlosen Jäger unserer Dörfer etwas näher bringt
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